Horizont

HORIZONT
DVCPRO HD, 1`00, 2013

Die Künstlerin malt eine Linie auf eine weiße Wand. Die Linie zeigt den Horizont, der den Himmel vom Meer trennt.


 The artist is drawing a line onto a white surface. The line reveals the horizon: it separates the sea from the sky.

The digital drawing gets a glance on of the most valuable natural resource on earth: The oceans. They flow over nearly three-quarters of our planet, and hold 97% of the planet’s water. The oceans produce more than half of the oxygen in the atmosphere, and absorb the most carbon from it.

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 Das Video wird per QR-Code-Aufkleber in der Stadt verbreitet. Der Code wird per Smartphone eingelesen und führt direkt zur Website, auf der das Video zu sehen ist.

HORIZONT
„Eine Linie ziehen“: das hat allein schon sprachlich vielfältige Bedeutungen. Von der berühmt gewordenen Linie, die politisch nicht überschritten werden darf, über das Anlegen einer konzeptuellen Richtschnur bis zum Strich, den man unter eine Addition zieht, reicht das Spektrum. Wenn Johanna Reich mit einem breiten Pinsel auf eine Wand eine Linie zieht, kommen noch ganz andere Inhalte ins Spiel. Da ist die Spur, die Kinder mit Kreide an Mauern hinterlassen, der traditionell aufgeladene Künstlermythos von der Linie als gelebter Spur des kreativen Prozesses und nicht zuletzt der bilderstürmerische Akt der bekleckerten Wand. Die schwarz gekleidete Figur im Video hinterlässt jedoch eine Linie besonderer Art. Sie offenbart beim genaueren Hinsehen ein sich bewegendes Innenleben, entpuppt sich als Horizontlinie über einer Wasserfläche. Johanna Reichs Video erweist sich als Lehrstück für Blickbedingungen, das Umgehen mit Situationen und den eigenen Freiraum darin. Damit gewinnt diese Arbeit aus dem Labor der Kunst eine weit reichende Relevanz – unter anderem für soziale Fragen, die Selbstbehauptung und den Umgang mit verschiedenen Horizonten und Blickbedingungen.
Dr. Johannes Stahl


The video will be distributed via QR code stickers in the city. The code can be scanned by a smartphone app which leads directly to the website where the video can be watched. Horizon reveals a new perspective – but only if you look closely. On the small smartphone display can be seen only at second glance is shallow moving waves of the sea. By spreading via QR codes swapped the video “horizon” of the exhibition space with the mobile phone display and approaches as the public space. The tiny smartphone screen as “mobile screen” opens the view from the vastness of the sea of infinite numbers of places where the worldwideweb and thus the video painting is available.

Bilder 1-6 ©Adriane Wachholz