PSYCHE
In Private Conversation 2018 – 2021
20 ink drawings, 56cm x 76cm, video recording of A.I. interpretation

Pareidolia describes the human tendency to ascribe meaning and significance to random patterns such as recognizing everyday things in passing clouds. The depth psychological and highly controversial Rohrschach test is also based on this phenomenon: it goes back to the Swiss psychiatrist Hermann Rohrschach, who had a series of inkblot patterns interpreted in order to infer the mental health status of patients.

But what happens when an algorithm starts interpreting inkblots? Machine learning plays a central role in our everyday lives. Teaching learning programs what to see in images requires a lot of data. In the learning process, the algorithms must compare millions of images to identify similar patterns in the images. Within the last three years, Johanna Reich has been familiarizing herself with different algorithmic learning environments and interpretations on abstract patterns.

How do we deal with abstract images? How does the algorithm interpret an image? It similarly recognizes patterns in abstract shapes and interprets them. What does this say about its psyche? Does the algorithm have a psyche, or if we can no longer distinguish whether it is the interpretation of a human or software, what does this say? From our point of view, are we humanizing technology?


Pareidolie beschreibt die menschliche Tendenz zufälligen Mustern Bedeutungen und Sinn zuzuschreiben wie z.B. alltägliche Dinge in vorbeiziehenden Wolken zu erkennen. Auch der tiefenpsychologische und sehr umstrittene Rohrschachtest basiert auf diesem Phänomen: Er geht zurück auf den Schweizer Psychiater Hermann Rohrschach, der eine Reihe von Tintenklecksmustern interpretieren ließ, um so auf den psychischen Gesundheitszustand von Patienten zu schließen.

Was passiert, wenn ein Algorithmus beginnt Tintenkleckse zu interpretieren? Machine Learning spielt in unserem Alltag eine zentrale Rolle. Lernfähigen Programmen beizubringen, was auf Bildern zu sehen ist, erfordert viele Daten. Die Algorithmen müssen beim Lernvorgang Millionen von Bildern miteinander vergleichen, um ähnliche Muster auf den Bildern zu erkennen. Innerhalb der letzten drei Jahre hinweg hat sich Johanna Reich mit verschiedenen algorithmischen Lernumgebungen vertraut gemacht und verwendet diese nun für eine Interpretationen abstrakter Mustern.

Wie gehen wir mit abstrakten Bildern um? Wie interpretiert der Algorithmus ein Bild? Er erkennt ähnlich Muster in abstrakten Formen und interpretiert diese. Was sagt das über seine Psyche aus? Hat der Algorithmus eine Psyche bzw. wenn wir nicht mehr unterscheiden können, ob es sich um die Interpretation eines Menschen oder einer Software handelt, was sagt dies aus? Vermenschlichen wir aus unserer Sicht die Technologie?


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