HD, 6`20, 2013
Single Channel Video on canvas
„I noted in a review that the art gallery had become so transformative that you could take virtually anything into it and it would look like art; back outside it would resume its banal identity“
(Brian O’Doherty, Inside the White Cube)


The Void and The White

A white canvas is carried through a city. The empty white surface catches shadows of city signs, lamps or rubbish bins and transforms them into art. The canvas does not only represent a white wall of the legendary white cube or the substrate for a not yet painted painting but also works as an allegory for the cinema screen which escaped cinema. For an instant the white screen provides a projection surface for a monochrome film dedicated to the fleetingness of time. Signs Of A City is projected onto a white canvas carried by two volunteers of the audience.

Signs of a City

Die Arbeit der Kölner Künstlerin Johanna Reich steht in unmittelbarem Bezug zum urbanen Raum. Eine weiße Leinwand wird durch eine Großstadt getragen. Dabei fängt die leere Fläche Schatten von Straßenschildern, Lampen und anderem städtischem Inventar ein: im Moment, in dem ein Schatten auf die leere Leinwand fällt, wird die Leinwand nicht nur in ein Gemälde transformiert, sondern zugleich in eine Projektionsfläche, auf der sich ein schwarz-weiß Film abzeichnet, der nach wenigen Sekunden wieder verschwindet.
Die Videoarbeit macht den urbanen Raum in einer neuen Weise sichtbar. Die nur durch ihre Schlagschatten auf der Leinwand sichtbarer werdenden Stadtmöblierungen und Bäume erhalten eine neue Aufmerksamkeit und neue Ästhetik. Auf die Leinwand gebannt, sind sie für kurze Momente Gemälde, bevor sie sich wieder in den städtischen Raum integrieren. Somit wird zugleich die Frage nach der weißen Leinwand auf der alles möglich zu sein scheint gestellt und die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum thematisiert; sind die Leinwände im Moment des beschattet seins doch flüchtige Kunstwerke im urbanen Umfeld und für jeden zugänglich.