The video Colours deals with the meaning of color and nationality in times of globalisation: The artist paints her environment in the colours
she is dressed. Dressed in three colours, the first flag is created. The process will always retain a color of the existing painting, from which
the following occurs: A red stripe of the Spanish flag becomes the red stripe of the Polish flag. During the painting process the combination
of colours and perspectiv (of the camera) change their meanings: they become different national national identities.

Das Video „Flags“ beschäftigt sich mit dem Einfluss von Globalisierung: In Bezug zur Kleidung der Künstlerin entstehen die Farbmalereien. Aus
drei Farben entsteht die erste Flagge. Im Prozess wird immer eine Farbe der bestehenden Malerei beibehalten, aus der die folgende entsteht: Ein Streifen Rot der spanischen Flagge wird zum Rot der polnischen. In mehreren Malprozessen werden Farben ausgetauscht und durch eine Rotation der Kamera damit auch ihre Bedeutung: durch eine kleine Änderung, einen anderen Blickwinkel werden zu Symbolen unterschiedlichen nationalen Identiäten.


Auszug Katalogtext, leider nur auf deutsch:
“…Johanna Reich ist keine Malerin und die Arbeit „flags“ steht nur vermeintlich in der Tradition der Farbfeldmalerei eines Mark Rothko. Der Medienkünstlerin geht es vielmehr um die Bedeutung von Farben, Nationalitäten und Identitäten, die auch nach der neuen nationalen Euphorie der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland nicht unproblematisch bleibt. Reich schafft fließende Übergänge zwischen den nationalen Farbgefügen und wirft mit ihren malerischen Schichtungen ein ganzes Spektrum von Assoziationen und Fragen hinsichtlich Identitätsbildung, Grenzziehungen und -überschreitungen in einer globalen Welt auf. Nationales Bewusstsein ist heutzutage immer auch ein medial vermitteltes Bewusstsein und vor diesem Hintergrund beginnt sich auch der anachronistisch anmutende Monitor aus seiner Staffagenrolle zu emanzipieren und verweist auf jene analogen Zeiten, in denen das Fernsehen als Leitmedium noch nicht vom allmächtigen Internet abgelöst wurde.”
(Anne Mager)